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Traurig, aber wahr – das Ende der Saison steht bevor.

Noch schwitzen wir und verfluchen die hochsommerlichen Temperaturen, aber bald wird es Zeit fürs berühmte „das mach ich im Herbst/Winter“ (ahaha ja genau…), lange Abende am Küchentisch oder Wohnzimmerfußboden – bastelnd, zuschneidend, nähend und Vorbereitungen treffend für 2016.

Für solche Abende und Wochenenden suchen wir uns die Lieblingsserien, neue Filme und passende Musik zum im Hintergrund dudeln lassen.

Für Letzteres hab ich heute eine Empfehlung für euch:

Kennt ihr schon „Liederlicher Unfug“?

Unfug

Die Jungs und Mädels um Stephan Groth (u. a. Drehleierist bei Faun) machen seit über einem Jahrzehnt zusammen Musik, und zwar mittelalterliche Musik. Anders als ihr jetzt denkt.

Sie verzichten auf Dudelsack, Rums-Bums-Davul und die alten, ausgelatschen Markt-“Evergreens“.

Stattdessen hört man ( u. a.) mittelhochdeutsche, galicisch-portugiesische und mittelenglische Texte aus dem Hoch – und Spätmittelalter in wundervoll rhythmisch arrangierte Klänge verpackt.

Hier und da gibt es Klassiker wie „Herr Mannelig“ und die „Merseburger Zaubersprüche“ auf die Ohren – aber eben auf die ganz eigene, ganz und gar unliederliche Unfug-Art.

Jetzt mal ernsthaft. Ich liebe diese Musik. Sie begleitet mich seit meiner Teenager-Zeit, wann immer ich schönen Gesang zu schöner Musik haben wollte (unter anderem auch bei DSA-Runden…), hab ich zur ersten Unfug-CD gegriffen (Schlenkerschläuz, 2005) gegriffen.

Und seit letztem Wochenende besitze ich nun endlich die neue Scheibe – „Mirst von Herzen leide“, 2010.

Obwohl man sie von vorn nach hinten und einmal zurück durchhören kann, hab ich ein paar Lieblinge – Što mi e milo“, ein mazedonisches Lied a capella gesungen, das ohne Schnickschnack auskommt und zum Mitsingen einlädt – auch wenn ich wenig bis keine Ahnung habe, _was_ ich da eigentlich singe.

Dann ist da natürlich der Titeltrack „Mirst von Herzen leide“ (T./M. Neidhart von Reuental) aus dem 13. Jahrhundert, und aus der Reihe der Instrumentalstücke (na gut, mit kleiner Vokaleinlage) „Biene Bourrée“ (M. Sabine Gerth), ein echtes Gute-Laune-Lied.

Auf ihrer Website könnt ihr unter „Gehörproben“ mal rein lauschen und mithilfe der CD-Booklets klappts dann auch beim Mitsingen der mazedonischen Texte 😉

Unbedingte Empfehlung!

Viel Spaß beim hören wünscht euch

Das Nadelweib

P.S.: Wer die Jungs und Mädels mal live hören will, muss schon echt viel Schwein haben. Eingespannt in diverse Nebenprojekte und Real Life (uäh, wer macht denn sowas 😉 ) kommen sie leider sehr selten als „Unfug“ zusammen. Gerüchte sagen allerdings, dass man sie immer mal bei der Jam Session im Studentenclub Traumtänzer erleben kann. (Jeden zweiten Montag im Monat…)

(Alle Rechte für Bilder/Musik liegen bei „Liederlicher Unfug“)

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